Allgemeine Hinweise
für das Ferienlager
Koffer packen
- Kennzeichnen Sie bitte jedes Kleidungsstück und Gegenstände (Koffer, Schreibzeug, ...)
mit dem Namen des Kindes und tragen es in die Kofferliste
ein, die Sie bitte den Betreuern am Treffpunkt aushändigen.
- Geben Sie möglichst nur dem
Kind bekannte Sachen mit. Wählen Sie für Sport und Spiel geeignete Kleidung aus (keine
"gute Sonntagskleidung"). Es sollten auch einige Teile dabei sein, die ein paar
Farbkleckse vertragen können.
- Finden Sie nach der Rückkehr fremde Kleidung
oder fehlt etwas, schreiben Sie eine Mail möglichst mit Foto. Immer sind ein paar Sachen
übrig, die kein Kind kannte und die nicht beschriftet sind. Auf dieser
Homepage gibt es Fotos von Fundsachen. Wir bemühen uns gefundene
Gegenstände zurück zu schicken.
- Für fehlende Sachen übernehmen wir keine Haftung.
- Geben Sie die Chipkarte der Krankenkasse mit. Auch bei ausländischen
Kindern ist der Nachweis der Krankenversicherung abzugeben.
- Impf- und andere Ausweise brauchen nicht mitgegeben werden. Allerdings
kann das Datum der letzten Tetanusimpfung auf der Kofferliste notiert oder als Kopie
vom Impfausweis mitgegeben werden.
- Wertsachen, Schwimmflossen, Walkman, Computerspiele,
Handys u.s.w., bitten wir nicht mitzugeben. Bei Beschädigung oder Verlust können wir dafür
keine Haftung übernehmen.
- Wasserpistolen und ähnliches nehmen wir grundsätzlich in Verwahrung und geben sie erst
zur Abreise zurück, irgendwie mögen wir die gar nicht... Also unbedingt zu
Hause lassen!
Taschengeld
- Als Taschengeld empfehlen wir 20 Euro. Tatsächlich haben Kinder zwischen
10 und 50 Euro dabei.
- Das Geld
soll den Betreuern zur Aufbewahrung übergeben werden. Bitte nur Scheine
abgeben, die lassen sich besser transportieren und zählen.
- Den
beigelegten Betrag auf der Kofferliste eintragen.
- Geld, Kofferliste und Chipkarte der Krankenversicherung in einem, mit dem
Name des Kindes beschrifteten, Umschlag am Treffpunkt dem Betreuer
übergeben.
- Kleingeld, bzw. was für
den Anreisetag gebraucht wird, sollen die Kinder bei sich haben.
- Einmal pro Tag öffnet die Taschengeldausgabe, wo die Kinder den für einen Tag benötigten Betrag abheben können.
Wir haben genügend Münzen (50 Cent, 1 und 2 Euro) dabei. Bei
bedenklichem Kontostand findet eine Beratung statt.
Essen und Trinken
- Bei der ersten Mahlzeit bekommt jedes Kind eine Trinkflasche. Diese kann
zu jeder Mahlzeit ausgespült und im Speisesaal mit kostenlosen Getränken gefüllt
werden.
- Das Essen zu den Mahlzeiten ist außerordentlich vielseitig und
unbegrenzt. Auch die Zeit zum Essen ist praktisch unbegrenzt.
- Nach dem Essen ist der Tisch abzuräumen, abzuwischen und der Stuhl heran
zu stellen. Küchendienst haben die Kinder nicht.
- Was Kinder im Querxenladen und im Dörfli an Süßigkeiten kaufen, reicht
völlig aus für den Magen. Schicken Sie keine Naschpakete und bringen Sie
auch keine Paprikachips und Lakritze vorbei.
Hygiene
- Es gibt genau 3 Regeln, die wir auch durchsetzen:
- 1. Die Betten müssen bezogen sein. 2. Keine nassen Sachen im Zimmer. 3.
Keine gammelnden Lebensmittel im Zimmer.
- Mängel werden in der Regel sofort bei Feststellung behoben.
- Im Hygienegame kommt der Besen zum Einsatz und ein nasser Lappen, Betreuer
mit Messgeräten und Gummipunkte als Belohnung.
- Für einzelne Kinder müssen wir die Regeln erweitern:
- 4. Wir ziehen nachts Schlafsachen an. 5. Vor viertens duschen wir bei
Bedarf oder wenn ein Betreuer das festlegt.
Sauna
- Im Querxenland gibt es eine Sauna für etwa 8 Personen, die auch von
Schulklassen genutzt wird. Im Ferienlager sind wir wahrscheinlich die
einzige Gruppe, die Sauna auch den Kindern anbietet. Das gehört seit 1990
zu unserem Programm. Die Zahl der Kinder, die mit gehen, hat aber ständig
abgenommen. Interessant ist, dass alle unsere heutigen Betreuer früher als
Kind schon mit in der Sauna waren, und das heute gerne weiter
"vererben" wollen. Sauna ist immer freiwillig, immer gemischt und immer
ohne Bekleidung. Wenn Sie das Angebot in Ordnung finden, machen Sie Ihrem
Kind Mut, das einmal auszuprobieren.
Besuch
- Bitte besuchen Sie uns im Ferienlager nicht, das kann auch bei anderen
Kindern Heimweh verursachen. Verhindern Sie auch Besuche von Verwandten.
- Wenn es bei der Reise angeboten wird, nutzen Sie die Gelegenheit zum
Abholen eher anzureisen, um dann das Ferienlager kennen zu lernen.
Briefe, E-Mails, Fotos
- Schreiben Sie Ihrem Kind so oft es geht. Post zu bekommen ist für die Kinder
immer noch sehr
wichtig. Vermeiden Sie jedoch traurige und ernste Mitteilungen.
- Sie können Ihrem Kind das Briefe schreiben erleichtern, wenn Sie mit Adressen
beschriftete Briefumschläge oder Adressaufkleber mitgeben. Aber denken Sie daran, dass Kinder das Briefe schreiben vergessen wenn
es ihnen im Ferienlager gefällt. Und zuletzt müssen Briefe noch im
Briefkasten ankommen..
- Über die Homepage
können Sie eine Nachricht an ein Kind im Ferienlager schicken. Wenn unsere Technik mit Handy und Laptop funktioniert,
und das Kind Zeit und Lust zum denken und schreiben (es sind Ferien) hat, kommt vielleicht sogar eine
Antwort. Aber gelesen werden Mails immer. Auch von anderen. Geheimnisse
sollen deshalb nur in Briefe geschrieben werden.
- Auf jeden Fall wollen wir täglich aktuelle Berichte und Fotos im
Internet veröffentlichen.
- Wenn Kinder mit eigener Digicam fotografieren, sind wir daran interessiert
die Fotos für die Dokumentation mit zu verwenden. Per Laptop können wir
auch den Speicher leeren und Fotos auf CD brennen.
Telefon, Handy
- Telefonieren Sie
möglichst nicht mit Ihrem Kind. Wir vermitteln nur in dringenden Fällen Telefonate an
die Kinder weiter.
- Falls Ihr Kind Sie vom Münzfernsprecher anruft, rechnen
Sie damit, dass das Gespräch nach wenigen Sekunden abbricht weil das Geld
alle ist.
- Urlaub und Ferienlager kann die Welt nicht verändern, aber für eine Zeit
mal draußen lassen. Wir verzichten auf Fernsehen, Radio und Zeitung. Die
aktuelle "Gefahr" ist der unüberlegte Kontakt zur Außenwelt
über Handys. Probleme im Ferienlager können über Handy nicht gelöst
werden, aber jede Menge Missverständnisse auslösen.
- Mit dem Handy spielen auch andere Kinder, und das kann teuer werden.
- Grundsätzlich soll ein Kind ins Ferienlager kein Handy mitbringen!
- Erwarten Sie nicht dass Kinder mit dem Handy eines Betreuers telefonieren
dürfen. Wir haben keine Sprachflatrate.
- Wenn für An- und Abreise oder bei Kindern aus dem Ausland der Kontakt mit
den Eltern nötig ist, soll das Handy den Betreuern ausgeschaltet zur
Aufbewahrung gegeben werden. Es wird dann bei Bedarf ausgehändigt. Ein
Telefongespräch kann z.B. per E-Mail "beantragt" werden.
- Das Handy kann sich in deutsche und tschechische Mobilfunk Netze einbuchen
weil wir uns an der Grenze befinden. An manchen Stellen im Gelände und in
den Bungalows ist auch gar kein Empfang. So kann ein Gespräch abbrechen.
- Akzeptieren Sie dass Kinder sich auch von den Eltern erholen wollen.
Insbesondere wenn sie sich gerade zum ersten Mal verlieben ist ein Anruf von
Mutti nicht erwünscht...
- Ein Kind, bei dem ständig das Handy klingelt, wird von anderen Kindern
ausgegrenzt und ist in der Gruppe unbeliebt.
- Wenn Eltern Grund zur Sorge haben: Mit dem Betreuer reden ist meistens
nützlicher als mit dem Kind zu reden. Wir Betreuer haben Erfahrung, auch Eltern
zu beruhigen.
- Heimweh wird durch telefonieren noch schlimmer, sagt die jahrelange
Erfahrung.
- Wenn ein Kind sich nicht meldet, geht es ihm gut. Dann müssen die täglich aktuellen Fotos im
Internet reichen.
Selbstverständlich werden wir die Kinder altersgerecht beaufsichtigen. Es ist uns aber
nicht möglich, jedes Kind ständig an die Hand zu nehmen. Besonders wenn Ihr Kind zum
ersten Mal ohne Eltern verreist, empfehlen wir zur Vorbereitung mit dem Kind über
folgende Situationen nachzudenken:
- Verhalten im Bus / Zug (Fenster, Türen, Toilette) und am Parkplatz / Bahnsteig
- Kontrolle wo sich das eigene Gepäck befindet und ob es vollständig ist
- beim Aussteigen beachten, dass alles mitgenommen wird (auch wenn jemand dabei hilft)
- bei der Gruppe bleiben oder beim Betreuer abmelden, bei Rückkehr anmelden
- Verhalten im Straßenverkehr (in der Gruppe), Verhalten in Notsituationen (verlaufen
u.s.w.)
- selbständiges Einkaufen, Verhalten im Geschäft, sinnvolle (preisgünstige) Auswahl
- Bedeutung von und Umgang mit Geld, Geldwechsel, Geldrückgabe
- Beschriftung einer Ansichtskarte / Brief, Adresse und Briefmarke, evtl.
dabei helfen lassen
- nasse Sachen, verdorbene Lebensmittel u.s.w. (im Koffer)
- Badesachen wechseln (gesundheitliche Konsequenzen), Sonnenschutz, Sonnenbrand
- Warum nachts nicht die Kleidung / Unterhose vom Tag anlassen?
- Warum Betten beziehen, warum waschen, duschen?
Die zuletzt genannten hygienischen Grundlagen sind für manche Kinder im
Ferienlager völlig unbekannt. Üben Sie nasse Badesachen ausziehen und vor dem
Schlafen gehen alles ausziehen zu Hause!
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