Seifhennersdorf 2007
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Europaferienlager 2007

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Sa 28.07.

Willkommen im Ferienlager 2007 im nunmehr 14. Jahr!
Unser Tag begann um 9 Uhr am Dresdner Flughafen, wo Steffi mit dem Flieger aus Düsseldorf kam und von Sven abgeholt wurde. Um 10.30 Uhr stieg Frank mit 5 Kindern in Berlin in den Zug. 12.15 Uhr landeten unsere spanischen Teilnehmer aus Madrid auf dem Dresdener Flughafen wo sie von Heike in Empfang genommen wurden. 12.30 war Treffen am Hauptbahnhof in Dresden. Hier nahm Sven, zusammen mit Jana und Ariane die anderen Kinder in Empfang. Jana und Ariane können in diesem Jahr aus beruflichen Gründen leider nicht als Betreuer teilnehmen. 13.30 Uhr traf mit 20 min Verspätung auch der Zug aus Berlin ein. Sodass es nun mit dem Bus Richtung Seifhennersdorf losgehen konnte. Leider kamen wir vorerst nur bis Bautzen. Dort fand am gestrigen Nachmittag die Sachsentour (Radrennen) statt. in Folge dessen waren sämtliche Zufahrtswege Richtung Seifhennersdorf gesperrt. Wir fuhren eine Umleitung die zur Folge hatte, dass wir eine Stunde länger als geplant unterwegs waren. Endlich in Seifhennersdorf angekommen, wurden wir leider mit viel Regen begrüßt, was unserer Vorfreude auf die kommenden Tage aber nichts anhaben konnte. Nach der Zimmeraufteilung und dem Betten beziehen, gab es dann endlich Abendbrot, was viele Kinder Aufgrund ihrer langen Anreise schon sehnsüchtig erwarteten. Das Abendprogramm sah die Filmnacht vor. Es wurden die Filme "Madagaskar" und "Nachts im Museum" gezeigt. Erschöpft aber glücklich ließen wir uns nun in unsere Betten Fallen und voller Anspannung erwarteten wir den heutigen Tag. Aber dazu gibt es dann morgen mehr! © by Sven

el dia 28 de julio llegamos al campamento de dresden en alemania. nada mas llegar nos repartimos por las habitaciones de forma que huna hubiera en cada habitacion tantos alemanes como españoles. ya repartidas las habitaciones deshicimos las maletas y ordenamos las camas. despues nos llamaron para darnos una informacion. cada vez que oyesemos una musica debiamos de acudir al lugar de encuentro. ya despues, a las siete fuimos a cenar al comedor. ya termiada la cena tubimos tiempo libre y al sonar la musica fuimos al lugar de encuentro done nos dijeron que ibamos a ver una pelicula. fuimos a la sala de proyeccion y vimos la pelicula. habia dos para elegir y cada uno vio la que quiso. cuando termino la pelicula nos lavamos y nos fuimos a dormir.

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So 29.07.Heute war der Tag des Regens. Es regnetet von früh bis abends durch. Aber wir trotzen dem schlechten Wetter. Am Vormittag gab es nach dem Frühstück die erste Runde Taschengeld, welches dann gleich im Querxenladen in Süßigkeiten und andere kleine Dinge umgetauscht wurde. Mit der darauf folgenden Querxenlandralley haben wir intensiv das Querxenland erkundigt und kennen uns nun genauestens aus. Zum Mittag gab es Hähnchennudeln, welche sehr lecker waren und wir reichlich verspeist haben. Am Nachmittag haben wir uns dann im Computerkabinett, der Bastelstube und mit dem "Eyetoy" vergnügt. Das "Eyetoy" ist ein Computerspiel, wo die Bewegungen mittels einer Kamera aufgenommen werden und der Spieler so seinen virtuellen Spieler im PC steuert. So kann tatsächlich mal ein Computerspiel in körperlich anstrengender Weise gespielt werden. Wie es auf den Fotos zu erkennen ist, hat es vor allem Ulrike, Jennifer, Kim und einigen andern sehr viel Spaß bereitet. Nach einer großen Stärkung zum Abendbrot tanzten wir uns in der Disco die Füße wund. 3 Betreuer und ein paar Kinder ließen währenddessen ihrem Schweiß in der Sauna freien lauf. Bilder
Mo 30.07. Heute Morgen wachten wir leider wieder bei Regen auf. Aber nach dem Frühstück kam dann endlich für einige Augenblicke die Sonne zum Vorschein. Nach der Taschengeldausgabe wanderten wir heute in die Stadt Seifhennersdorf. Unsere spanischen Teilnehmer bestaunten die hier regionaltypischen Umgebindehäuser. Des Weiteren ging es zum Shopping in den Penny, Edeka und Co. Am Abend stand heute der Casinoabend an. Dazu bastelten wir uns am Nachmittag Kostüme, Krawatten und Fliegen und schminkten uns. Nach dem Abendessen ging es dann los. Am Eingang bekam jeder einige Querxendollar, die an verschieden Spieltischen vermehrt oder verzockt werden konnten.
Mittagessen: Kartoffeln mit Spinat und Rührei
Wetter: 15°C, leichter Regen Stimmung: supermegatoll
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Di 31.07.

Heute war der erste Tag ohne Regen. Wir nutzten das schöne Wetter um unsere Körper wieder mehr zu bewegen. Am Vormittag fanden die "Funolympics" statt. Hier galt es in verschieden sportlichen Disziplinen die beste Mannschaft zu ermitteln. Unsere spanischen Kinder fuhren unterdessen mit Frank, Heike und Charo nach Dresden um sich mit der deutschen Kultur etwas mehr zu beschäftigen. Alle anderen, die hier im Querxenland blieben, fuhren nach dem Mittagessen einige Runden auf der BMX-Strecke und danach spielten wir eine Runde Volley- und Handball. Da es für die Sommerzeit noch immer sehr kalt ist, zog es einige Kinder nach dem Sport in die Sauna. Am Abend gab es dann Gegrilltes. Bratwurst und Putensteak mit Nudelsalat. Gegen 21.30 Uhr kamen unsere Spanier wieder. Sie wurde von Lutz, Sven und dem Querxenbus vom Bahnhof in Neugersdorf abgeholt. Da sie viel durch Dresden gelaufen waren und allen die Füße wehtaten, war die Freude über den Fahrservice sehr groß. Genauso auch der Hunger unserer Ausflügler. Sie stürzten sich auf die Bratwürste als sie im Camp wieder ankamen.
Mittagessen: Sauerbraten
Wetter 18°C, stark Bewölkt, aber trocken!!!
Stimmung: unglaublich fröhlich

el dia 31 de julio los españoles fuimos a dresden. estubimos viendo las catedrales y monumentos mas importantes. despues nos fuimos de compras por los centros comerciales y tiendas de las calles. fuimos y vinimos en tren y autobus. cuando volvimos estubimos haciendo barbacoa y soluccionando conflictos. en la habitacion de las chicas habia entrado unos chicos y habian desordenado y ensuciado la habitacion. cuando terminamos la barbacoa nos fuimos dormirß

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Mi 01.08. Heute Morgen war Brunch. Das hieß, alle konnten solang schlafen wie sie mochten und dann Frühstücken und/oder Mittagessen gehen, je nach Uhrzeit eben. Aber gegen 10 Uhr hatten auch die Langschläfer ihre Betten verlassen. Denn heute war der Putzteufel zu Gast. Wir spielten das sehr beliebte Hygienegame. Alle mussten ihr Zimmer aufräumen und in Ordnung bringen. Wenn die Zimmer sauber waren, kamen die Betreuer mit dem "Bettlakenüberhangmessgerät", dem "Luftdichtigkeitsmesser" und anderen Kontrollgeräten. War alles in Ordnung wurden alle mit Lollis und Gummipunkten belohnt. Am Nachmittag ging ein großer Teil der Gruppe zum Shopping in die Stadt. Wer nicht mit mochte, der blieb im Camp und relaxte einfach oder übte schon etwas für die am Abend stattfindende "Superstarshow" ein. Bei dieser Show zauberten Dominique und Jenny, einige andere Tanzten zu "Macarena". Bilder
Do 02.08. Sommer! Ja! heute kam der Sommer zurück! Die Sonne strahlte uns entgegen, uns wurde endlich so warm, dass wir nun das 1. Mal baden gehen konnten. Das Wasser war zwar recht frisch, aber wir sprangen dennoch mit Freude ins kühle Nass. Nach dem Baden ging es zum Abenteuerparcours. Hier mussten mit Teamgeist und Ausdauer verschiedene Aufgaben gelöst werden. Schafften wir diese Aufgaben, bekamen wir eine Fahrkarte für den "Bummelzug", der uns zur ehemaligen Touristenstation brachte. Hier konnte alle Gold schürfen, mit dem Lasso die wilden Pferde fangen und andere wildwestromantische Abenteuer erleben. Nach einer kurzen Wanderung kehrten wir zurück ins Camp. Am Abend gab es Lagerfeuer mit Westernschmaus.
Wetter: totale Sonne heute bei 29°C
Mittagessen: Lunchpaket
Stimmung: Hammermäßig COOL
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Fr 03.08.Heute Morgen nutzten wir die Sonnenstrahlen und gingen Baden. Einige Kinder konnten dieses Vergnügen jedoch nicht miterleben, denn in einigen Zimmern war schon wieder das Chaos los, sodass wir erst einmal das Hygienegame spielen mussten. Am Nachmittag stand das große Quexenland Fußballturnier an. Wir gingen mit 2 Mannschaften an den Start. 1. Bis 11 Jahre und die 2. ab 11 Jahre. Die "Kleinen", also bis 11, machten dabei sogar den 1. Platz. Am späten Nachmittag starteten wir zur Sommerrodelbahn nach Oberoderwitz. Im Speisesaal bekam jeder ein Lunchpaket. Danach starteten wir zu unserem 8km langem Fußmarsch. In Leutersdorf gab es die Abendbrotrastpause nach ungefähr der Hälfte der Strecke. Wir erklommen den Spitzberg und liefen auf der Rückseite wieder herunter. Endlich an der Sommerrodelbahn angekommen, konnte jeder 2x fahren. Gegen 21.30 Uhr kam unser Bus, der uns nach diesem langen anstrengenden Tag wieder ins Querxenland zurückbrachte. Dort angekommen fielen wir alle wie Steine ins Bett.
Mittagessen: Asiatische Pfanne mit Reis
Wetter: 23°C, leicht bewölkt
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Sa 04.08.Pünktlich zur Halbzeit unseres Ferienlagers kommt nun endlich der Sommer zurück. Und daher gingen wir heute Morgen erst mal baden.
Zum Mittagessen waren wir fast die einzigste Gruppe heute, denn alle anderen sind heute Morgen nach Hause gefahren und neue Gäste kamen erst am Nachmittag. Wir bekamen heute Besuch von Jenny und Tim. Beide sind "nun große Kinder". Sie waren viele Jahre hier mit uns im Ferienlager und kommen uns jedes Mal wieder besuchen.
Caro ist am Nachmittag mit einigen Kindern in das Seifhennersdorfer Eisenbahnmuseum gegangen. Fast alle anderen Kinder waren bei diesem herrlichem Wetter natürlich im Bad im Wasser zu finden. Am späten Nachmittag fanden noch die Bewerbungsgespräche für unseren morgigen Casinoabend statt. Alle waren sehr aufgeregt, denn man wollte sich ja gut präsentieren und einen Job im "Casino Royal" erhaschen. Zu diesen Gesprächen kam eigens der Casinoinhaber Scheich "Ochmir HatKeinGeld" mit seinen Beratern, Paradies-Boy-Caro (Casinoleitung), Dr. Spit (Gesundheitsbehörde) und Rosanna (Ausbilderin), aus Du-Bei-Mir eingeflogen. Am Abend gab es heute wieder eine Filmnacht. Gezeigt wurden "Madagaskar", "Nachts im Museum" und in unserem eigenem Kino "Stuart Little II".
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So 05.08.Und es war Sommer? Auch heute wieder. Natürlich hieß unser Programm da Baden gehen. Ein paar Kinder haben zusammen mit Charo in der Lehrküche leckere Sachen gebacken. Na dem Mittagessen gingen wir wieder Baden. Am späten Nachmittag folgte noch die Vorbereitung für unseren eigenen Casinoabend, der ja heute stattfinden sollte. Es wurden die Spielleiter geschult, die Bodyguards machten ein wenig Sicherheitstraining und die Bardamen bereiteten die leckeren Cocktails vor. Am Abend war es dann soweit: Scheich "Ochmir HatKeinGeld" eröffnete Pünktlich um 20 Uhr das Casino. Nun konnte um unsere eigene Währung Namens "jana" beim Roulette, Black Jack, Würfeln und Pokern gespielt und gezockt werden.
Mittagessen: Hähnchenbrustfilet
Wetter: heiß und trocken, 27°C
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Mo 06.08.Heute ist es wieder sehr warm. Deshalb sind wir heute wieder alle im Wasser zu finden gewesen. Ein paar Kinder haben mit Frank in der Lehrküche Quarkkeulchen gebacken. Am Nachmittag waren wir dann alle baden. Am Abend stand dann noch der "Riesen - Spiele - Gaudi" (Unser Spielmobil lädt alle Kinder und Betreuer zum gemeinsamen Spiel und Spaß ein, so z.B. zum Schubkarrenrennen, Ringkampf, Kegeln und verschiedenen erlebnispädagogischen Spielen) auf dem Programm.
Mittagessen: Spaghetti Bolognese
Wetter: wir schwitzen bei 30°C
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Di 07.08.Am Vormittag hieß es für einige Kinder leider Koffer packen. Denn 9 Kinder werden uns leider morgen verlassen. Für alle anderen hieß es, auf zum Riesenfußballturnier. Wobei das "Riesen" auf den Ball bezogen ist. Wir waren sehr erfolgreich und belegten in unterschiedlichen Altersklassen den 3. und den 1. (!!!) Platz. Zum Abkühlen, denn heute ist richtig heißes Wetter gewesen, ging es dann noch am späten Vormittag, am Nachmittag und am Abend zum Baden. Bilder
Mi 08.08.Frühstücksbüfett im Freien

Abreise mit Kleinbus nach Dresden, Zug nach Berlin
10:30 individuelle Abholung in Seifhennersdorf
10:30 Abfahrt Kleinbus nach Dresden
12:30 Abholung der Kinder vom Kleinbus in Dresden Hbf City Center
13:04 Zug EC370 Abfahrt Dresden Hbf, 15:05 Ankunft Berlin Südkreuz Gleis 8

Leider war das das Ferienlager heute für einige Kinder zu Ende. Um 10.30 Uhr fuhren Frank, Ulrike, Marc, Florian, und Lisa mit einem Kleinbus nach Dresden. Ana, Ionut und Sorin wurden von ihren Eltern abgeholt und traten die Heimreise Richtung Bukarest (Rumänien) an. Antonio, Paula und Sarah wurden ebenfalls hier im Querxenland abgeholt. Für die anderen Kinder ging es zum T-Shirt bemalen ins Freizeitzentrum. Nach dem Mittag gingen wir wieder baden. Am Abend war dann wieder Superstarshow, wo wir mit 3 Beiträgen mit dabei waren. Jenny Balzer führte einen tollen Tanz auf mit dem sie den 1. Platz erreichte. Unsere spanischen Teilnehmer kamen mit ihrer Flamencoaufführung auf einen sehr guten 3. Platz.
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Do 09.08.Am Morgen haben wir den Versuch unternommen Papiertürme zu bauen. Leider waren unser Versuch nicht erfolgreich. Am Nachmittag stand ein umfangreiches Programm auf dem Plan: Man konnte sich auf der Beautyfarm Zöpfe flechten lassen, Tatoos aufmalen lassen oder die Finger verschönern lassen. Außerdem war eine Quadstrecke aufgebaut, wo jeder mit einem Miniquad ein paar Runden drehen durfte. Des Weiteren war der PC-Pool, der Fitnessraum und die BMX - Strecke geöffnet und standen für Jedermann zur Nutzung zur Verfügung. Danach gab es für alle eine große Runde Eis. Denn es war glücklicherweise auch heute wieder sehr warm. Zur Abkühlung ging es noch kurz ins Bad. Am Abend gab es heute das "Vier Jahreszeiten Dinner". Dazu machten wir uns alle schick und gingen alle gemeinsam zum Restaurant "Querxenland". Nach der Platzeinweisung konnten wir in vollen Zügen vom Büfett schlemmen. Danach ging es für einige Kinder und inzwischen angereiste Eltern in die Sauna. Bilder
Fr 10.08. Für die spanischen Kinder war das Ferienlager eher zu Ende als das Geld, also unternahmen sie am letzten Tag einen Ausflug nach Zittau, anstatt wie die anderen, Koffer zu packen. Als sie endlich zurück waren, fanden sie in ihren Koffern zuerst mal die mitgebrachten Wasserbomben und brachten sie zum Einsatz. So verging der Tag feucht fröhlich bis endlich Frank kam und den Fußboden in den Zimmern wieder hervor kehrte. Sven bemühte sich unter anderem, die täglich wachsende Zahl von Fotos von allen Digicams einzusammeln und musste dann noch Grillen, während Lutz die anreisenden Eltern mit Betten versorgte und den Termin für 2008 klar machte. Die unfertigen Koffer sind den Kindern bei der Flirtdisko nicht anzusehen, denn Mama kommt ja abholen und wird die Sachen schon finden.
Insgesamt 11 Personen (Eltern, Pflegeeltern und ein kleiner Bruder) übernachteten im Ferienlager und nahmen am Programm (Grillen und Flirtdisko) teil.
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Sa 11.08.Abholung

06:30 PKW, 08:30 Flughafen Dresden, 09:35 Abflug LH859 nach Düsseldorf
09:00 Abfahrt Flughafentransfer 2 Kleinbusse, 11:00 Flughafen Dresden, 13:00 Abflug LH1073 nach München
10:00 individuelle Abholung in Seifhennersdorf

Heute kamen viele Eltern zum Abholen und wollten ihr Kind für 2008 anmelden, bevor sie es zurück bekommen hatten. Oder am liebsten gleich da lassen. Das Kind ist schließlich laufend im Internet zu sehen... Wenn die Versprechen alle eingehalten werden, haben wir schon mindestens 20 Teilnehmer für die nächsten Sommerferien sicher...
Mut zur Lücke und zur Langsamkeit zeigten wir auch bei der Übergabe der Bungalows. Das einzige was fehlte war Zeit, alles andere war vollständig. Wie immer...

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aktualisiert: 11.08.2007

Mut zur Lücke und zur Langsamkeit

Europaferienlager 2007: Das Jahr der großen Entfernungen. Und doch waren am Anreisetag alle da. Mit Flugzeugen aus Madrid und Düsseldorf, mit dem Eurocity aus Berlin, und aus 10 deutschen Bundesländern und Rumänien mit Autos. Das hatte das Querxenland noch nie erlebt.

Mehrwertsteuer Erhöhung 2007: Auch unser Preis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich. Die verkürzte Zeit von 12 Tagen wurde nur angeboten, um den Preis zu reduzieren. Die meisten Teilnehmer entschieden sich jedoch für volle 2 Wochen, und den höheren Preis. Sie hatten erkannt, dass wir mehr als Tourismus anbieten, nämlich einen pädagogischen Anspruch, der in einer Woche einfach nicht zu erreichen ist. Was wir vorher nicht wussten, stellte sich mit der Zeit heraus: Wir hatten mehrere Kinder aus Pflegefamilien und Kinder, die in psychologischer Behandlung sind. Die (Pflege-) Eltern haben die Angebote vieler Reiseveranstalter verglichen und gezielt ein längeres Ferienlager mit hohem Niveau gesucht. In einigen Fällen wurden die Kosten vom Jugendamt oder anderen Trägern übernommen.

Betreuer 2007: In den letzten Jahren bestand das Betreuerteam immer aus den selben groß gewordenen Kindern, die ich früher selbst betreut hatte. Wir kannten uns in und auswendig und verstanden uns ohne Worte. Diesmal war die Hälfte der Betreuer neu. So neu aber auch wieder nicht. Meine Schwester Heike habe ich überredet, weil sie spanisch gelernt hat. Ich war mit ihr zuletzt im Ferienlager als ich 17 war, und unser Vater Gruppenleiter. Nun brachte Heike ihre Tochter mit.
Charo begleitete die spanischen Kinder, einschließlich 2 eigene Töchter, nach Deutschland und wurde zur Betreuung der 13 spanischen Kinder gut gebraucht.
Carolin war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort, nämlich im Gästebuch dieser Homepage, und bekam ein Blind-Date. Als Jüngste war sie am nächsten dran an den Kindern und kannte als erste alle Namen. Sie erinnerte uns alte Hasen auch daran, wie wir uns in dem Alter als Betreuer versucht haben und wie wir uns verändert haben. Caro brachte frischen Wind ins Team, auch das war mal nötig.
Der harte Betreuer-Kern: Lutz, Frank und Sven rückte noch näher zusammen. Man kann das auch so formulieren: Es gab keine Reibungsverluste durch Betreuerinnen.
Franks Mutter Gigi unterstützte uns nur in der ersten Woche, dann kam Franks Frau Christina mit Baby Lena. Von nun an hatte Frank 3 Betreuerjobs, die er rund um die Uhr, und die letzten Tage ohne Brille, heldenhaft meisterte.
Die "neuen" Betreuer haben sich bewährt und können jederzeit (bei entsprechenden Teilnehmerzahlen) wieder mitfahren. Aber logischerweise kann niemand Jana ersetzen, die in den letzten 23 Ferienlagern seit 1994 immer an meiner Seite war und gut auf mich aufgepasst hat. Deshalb lautet mein letztes Wort: Ich will meine Jana wieder haben!

Kinder, Ausländer, Jungen, Mädchen: Die spanischen Kinder wollten deutsch lernen, die rumänischen können schon sehr gut deutsch. Wie verteilen wir die Kinder auf die Zimmer, damit alle auch was lernen? Am Ende war alles vermischt. Obwohl wir genau die Hälfte Jungen und Mädchen hatten, spielte weder das Geschlecht noch das Alter eine Rolle bei der Belegung der Zimmer. Auch beim Fußball Jungen bis 10 Jahre spielten selbstverständlich Mädchen mit. Koedukation fand in diesem Jahr von ganz alleine statt, wie nie zuvor, und ohne dass jemand drüber nachgedacht hätte. Wieder einmal wurde bewiesen: Die Trennung von Jungen und Mädchen ist vollkommen sinnlos!

Programm 2007: Das geplante Programm, wie es vorher im Internet zu lesen war, bestand aus Angeboten des Querxenlandes und unseren eigenen Aktivitäten wie Nachtrodeln, Casinoabend, Quarkkeulchen backen. Alles wurde planmäßig durchgeführt, wie die Fotos und tägliche Berichte dokumentieren. Die Spanier führten noch 2 Ausflüge nach Dresden und Zittau durch, die sie von ihrem Taschengeld bezahlten. Außerdem waren wir viel baden und mieteten die Kabinette im Freizeitzentrum oder die BMX Strecke. Manchmal warteten die Kinder darauf, baden zu gehen, aber es fand sich kein Betreuer, der mit gehen konnte. Bei der Absprache und Einhaltung von Uhrzeiten haben wir noch Reserven. Und irgendwann braucht ein Betreuer auch mal eine Pause.

Querxenland 2007: Das Querxenland besteht nicht nur aus Bungalows und Speisesaal. Es sind vor allem die Mitarbeiter, die diese Gruppenunterkunft von anderen unterscheiden. Neben einer Geschäftsführung, auf die man sich verlassen kann, arbeiten Profis in der Küche und als Handwerker. Und auch im Freizeitzentrum sind mehrere langjährig erfahrene Mitarbeiter von früh bis abends und am Wochenende in Schichtarbeit für uns da. Über Nacht bewacht eine Security das Gelände.
Mehrmals pro Woche werden erlebnispädagogische Programme angeboten wie Spielmobil auf der Bolzwiese, Spielmobil beim Nachtbaden, Teamparcours, Beauty Farm und Power Center, sogar Quad für Kinder. Und immer stellt das Querxenland ausreichend pädagogische Fachkräfte zur Betreuung der einzelnen Stationen zur Verfügung.
Beim Dinner oder Brunch oder Frühstück im Freien bietet die Küche, die sonst schon immer wunschlos glücklich macht, ungeahnte Speisen in einer besonderen Atmosphäre an.

Ganz neu war 2007 Dirk, der Animateur. Eigentlich komme ich mit dem Wort Animateur ja nicht klar, aber Dirk überbrückte die Lücke zwischen den Mitarbeitern und den Betreuern indem er flexibel auf unser Chaos reagierte. Da hatte vor 5 Minuten die Talentshow begonnen und wir begannen die Musik zu suchen, mit der wir unseren Beitrag einstudieren wollten. Dann ging unangemeldet Jenny auf die Bühne, zeigte einen Tanz und gewann den 1. Platz, ohne dafür geübt zu haben. So sind wir und mit Dirk am Mikrofon war das alles kein Problem.
Das alles erfordert einen erheblichen Personalaufwand, der von den Betreuern unserer Gruppe gar nicht geleistet werden könnte. Als am Beauty Tag die Kinder von Lautsprecherdurchsagen von Station zu Station gelotst wurden, fiel ich erschöpft in mein Bett und genoss die Ruhe. Was alles los war, sah ich erst abends auf den Fotos, die ich aussortieren musste um die besten ins Internet zu laden...

In jedem Jahr wird auch etwas an der Einrichtung erneuert, voriges Jahr gab es neue Bettwäsche, in diesem Jahr neue Matratzen.
Dass wir im Querxenland dafür einen höheren Preis bezahlen als in anderen Gruppenunterkünften, ist vollkommen berechtigt. Wo bekommt man sonst außer Übernachtung und 3 Mahlzeiten so viel mehr geboten?

Dass wir, die immer noch die Gruppe aus Freital genannt werden, einen so guten Ruf bei allen Mitarbeitern haben, liegt auch daran dass wir seit 14 Jahren mit fast konstanter Teilnehmerzahl und inzwischen doppelter Tageszahl, unseren 5-stelligen Preis immer pünktlich bezahlt haben und damit Arbeitsplätze sichern.

Freizeit 2007: In der freien Zeit zwischen festen Terminen stand den Kindern (m)ein Bungalow voller Bastel-, Spiel- und Sportmaterialien zur Verfügung. Diese umfangreichen Materialien habe ich über alle Ferienlager Jahre gesammelt, manches stammt noch aus DDR Zeiten. Am Ende vom Ferienlager packe ich alles fein säuberlich in meinen Kangoo um es im nächsten Jahr wieder mit zu bringen. Ich habe in diesem Jahr viel Zeit verwendet, um diese Ressourcen zu schonen, weil die Kinder immer sorgloser damit umgehen. Da werden UNO Karten zusammen getackert bis die Klammern alle sind und beim Nachfüllen wird die ganze Packung ausgeschüttet. Noch benötigte Verpackungen von Spielen oder Reißzwecken werden mit Schere und Klebeband zu z.B. Panzern umgebaut und der Inhalt irgendwo hin geschüttet. Auf Tischen und Fußböden findet sich dann alles von Papierschnipseln über Obstreste bis Nadeln. Der Betreuer darf dann kehren und die Schachfiguren, Lego Bausteine und Kappen von Faserstiften von Boden aufsammeln. Das ist aber alles nicht so schlimm.
Die Ursachen sind auch bekannt. Warum gibt es Pflegekinder und Medikamente gegen "Hyperaktivität"? Das Spielen von Kindern sagt viel über ihren Zustand und ihre Bedürfnisse aus. In 2 Wochen habe ich schon bei manchen Kindern Veränderungen bewirkt, Grenzen gesetzt, Erfolgserlebnisse erzielt. Es wird jeden Tag besser, das Ferienlager ist nur zu kurz. Klebeband, Tischtennisbälle und Süßigkeiten hätten noch lange gereicht. Ich habe auch gelernt, was ich einkaufen und einschließen muss. 

Hygiene ist die untere Grenze von Ordnung. Keine nassen Sachen, bezogene Betten, keine gammelnden Lebensmittel. Bis auf nasse Sachen, die Kinder bewusst verstecken, halten wir diese Regeln auch ein. Dass man den Fußboden nicht mehr sieht oder den Tisch nicht mehr findet, sollten die Kinder eigentlich selbst merken. Auch "geklaute" Sachen liegen mitten im Zimmer, unter anderen.

Spanische Sprachprobleme beim Aufräumen hatten wir nicht. Die eindeutige Aufforderung: "Den Weg zu deinem Zimmer blockieren 3 überlaufende Mülleimer, nimm bitte 2 in deine Hände und leere sie aus!", verstehen auch deutsche Kinder nicht. "Neue" Betreuer fangen dann eine Diskussion an oder warten bis morgen - und Mama zum abholen kommt. "Alte" Betreuer wissen dass Mama zu Hause aufräumt weil das schneller geht, und hofft dass das Kind im Ferienlager endlich ordentlicher wird. "Kluge" Betreuer räumen die Zimmer der Kinder dann auf, wenn es möglichst viele wahrnehmen, denn Vorbildwirkung ist die einzige wirksame Erziehung. Und wo sonst sind Kinder über so lange Zeit ununterbrochen mit ihren Vorbildern zusammen. DAS ist Ferienlager!

Eltern im Ferienlager: Weil wir den Kontakt zu Eltern als wesentlichen Bestandteil unseres Konzeptes betrachten, durften Eltern an den letzten Tagen mit am Ferienlager teilnehmen. Das nutzten genau die Eltern, die sich auch sonst intensiv mit ihrem Kind beschäftigen, wie z.B. Pflegeeltern. Obwohl wir Betreuer nach 2 Wochen sichtbar von Erschöpfung gekennzeichnet waren, bekamen wir von den Eltern Lob und Anerkennung. Und die Zusage, die Kinder im nächsten Jahr wieder bei uns anzumelden.
Auch Eltern, die zum Abholen kamen ohne zu übernachten, meldeten die Kinder für 2008 an bevor sie sie zurück bekommen hatten. Dass es den Kindern gefallen hatte, war ja täglich auf den Fotos im Internet zu verfolgen.

Ich hätte gerne die ganze letzte Nacht mit den anwesenden Eltern geredet, aber vor mir lag die Aufgabe das Ferienlager geordnet herunter zu fahren und am nächsten Morgen um 10 Uhr als letzter das Licht aus zu machen. Nun sind aber 50 Wochen Zeit, mit mir Kontakt aufzunehmen, oder in den Herbstferien (14.-20.10.2007) mit mir und Frank und Baby Lena "in Familie" zu verreisen. Informationen dazu hier.

Unterm Strich war es für mich persönlich das Jahr der Pflegekinder. Genau diese haben die Nähe zu mir gesucht und mich als erwachsenes Vorbild geschätzt, weil ich Ruhe und Geborgenheit ausstrahle und Regeln aufstelle an die ich mich selbst halte. Ich kenne die Sorgen der Kinder nicht nur aus mehr als 50 Ferienlagern, denn seit 1998 bin ich auch Berater beim Kinder- und Jugendtelefon und habe an zahlreichen Fortbildungen teilgenommen. Aus 8 Jahren Schöffe im Jugendstrafrecht kenne ich aber auch die andere Seite...

Auch war ich seit vielen Jahren wieder mal längere Zeit mit meiner Schwester zusammen. Das war sehr angenehm.

Lutz Elßner

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© Lutz Elßner ° Informatik Ingenieur ° »Anwalt des Kindes« ° www.interdev.de ° elssner@interdev.de