Sachbericht
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Herbst- und Winterferien mit Übernachtung im Freitaler Kinder-Freizeit-Verein e.V. gibt es schon seit 1993. Von "Steinzeitferien" über "Tabaluga und Lilli" heißt das Thema jetzt "Internet unlimited".

Das Gebäude auf der Schachtstraße 23 erhält für 9 Tage einen anderen Charakter. Die ständigen Mitarbeiter ergreifen die Flucht und ehrenamtliche Ferienlagerbetreuer mit "ihren" Kindern ziehen ein. Im Clubraum werden Luftbetten aufgeblasen, der Bastelraum wird Kofferraum und das Computerkabinett wird an das Internet angeschlossen. Die vorhandenen Computer aus dem Jahr 1991 sind dafür allerdings unbrauchbar, so dass Betreuer und Kinder eigene Computer mitbringen.

Unter der Leitung von Lutz Elßner, der den Kinder-Freizeit-Verein 1992 gründete, mit aufbaute und heute als Internet Service Provider (www.interdev.de) arbeitet, wurde das Thema "Internet unlimited" zur absoluten Wirklichkeit. Von bis zu 19 Computern gleichzeitig surfen, chatten und downloaden rund um die Uhr. Per Live-Stream haben wir Video ins Internet gesendet. Offline waren wir nur tagsüber, dann haben wir uns mit der Programmierung der eigenen Homepage beschäftigt oder ausgeschlafen oder manchmal sogar Essen gekocht. Die Homepages und weitere Informationen befinden sich im Internet unter der Adresse www.kinderreisen.de.

Zum ersten Mal waren wir alle in der Disco Dance Factory.
Als weitere Neuigkeit besuchten wir das Schulhistorische Museum Freital Birkigt. Dort wollten wir Bilder von Lutz entdecken, aber die waren leider nicht ausgestellt. Dafür war Lutz auf einem Video aus dem Jahr 1975 zu sehen!
Nach dem Test im letzten Jahr sind diesmal alle mit in die Kletterhalle Ockerwitz gegangen und auch wirklich geklettert!
Überhaupt nicht wegzudenken ist der Besuch von Schwimmhalle und Sauna im Elbamare. Am koedukativsten ist dort aber der Anblick, wenn sich 16 Personen nebeneinander gleichzeitig umziehen.
Wanderungen sind am beliebtesten wenn sie spontan und nachts stattfinden. So sind einige nach der Disco von der Endhaltestelle der 11 nach Freital gelaufen. Auch nach Klettern und Schwimmen und Sauna sind einige bei Regen nach Freital gelaufen obwohl Platz im Auto war. (Nicht im Kangoo, der war immer voll!) Danach wurden noch Quarkkäulchen gebacken. Tageslichtwanderungen nach Freital-Weißig und zum Windberg gab es auch, aber das war für einige zu gewöhnlich, dass sie nicht mitkamen.

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Wenn alle Mitglieder einer Gruppe, Mädchen und Jungen, Kinder und Betreuer gleichberechtigt und tolerant auf engstem Raum zusammenleben und auf jeden Luxus verzichten, werden nachhaltige Erlebnisse und Grenzerfahrungen gesammelt, die nicht mit Worten zu beschreiben sind. So steht nicht der Computer im Mittelpunkt, sondern die Menschen in unserer Gruppe werden sich nie vergessen und im nächsten Ferienlager wiedersehen.

2001 wollen wir sogar den Osterbesuch bei der Oma absagen und uns stattdessen ab Karfreitag ins Computerkabinett einschließen. Da kann dann auch Jörg dabei sein, der im Herbst immer in Bayern in die Schule geht wenn wir ins Bett gehen.


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© Lutz Elßner ° elssner@interdev.de