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18.08.
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Unsere Kinder werden auch in Räume reingelassen, die für alle anderen
tabu sind. Von hier aus kann man das ganze Ferienlager mit Musik
beschallen. Aus dem CD Koffer von Lutz werden Puhdys, Big Brother und vor
allem JFK gespielt. Video |
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Das Ziel aller Pädagogen ist, dass Kinder in der Lage sind sich selbst zu
beschäftigen und dabei keinen Schaden anrichten. Dann sind die Pädagogen
selbst nämlich überflüssig. Wir haben das fast erreicht und nennen uns
deshalb Naturpädagogen. Die Kinder benötigen für die Selbstbeschäftigung
kein teures Material. "Wir machen uns vertraut mit der Natur,
insbesondere mit uns selbst und den Menschen in unserer Gruppe, und unser Top-Betreuerteam
belastet die Umwelt nicht mit sinnlosen Verboten, Ätsch-Spielen oder Neptunfest."
steht in unserer Reiseausschreibung. Und dieser Tag zeigt eindrucksvoll wie das
gemeint ist:
- Vormittags machen ein paar Kinder Radio während sich Julia die
Videokamera schnappt und den Rest der Gruppe bei verschiedenen
selbstgewählten Freizeitbeschäftigungen interviewt. Keiner hat Langeweile
obwohl kein Betreuer irgendwelche Animation macht.
- Nachmittags führen die Kinder eine Wasserschlacht durch. Betreuer
beobachten das nur und staunen wie bei einem normalerweise
unkontrollierbaren Spiel die New Games Regeln eingehalten werden. Keine
unbeteiligten Personen werden nass gespritzt, ebenso keine Wäsche oder
Fensterscheiben. Keine Gewalt, jeder kann jederzeit aussteigen. Selbst
nachher beim Umziehen werden die Bungalows nicht unter Wasser gesetzt. Man
geht bis zur Türschwelle und lässt sich ein Handtuch herausgeben. Die
nassen Sachen landen natürlich auf der Leine. Dass die Handwerker des
Querxenlandes (von denen gleich drei zufällig vorbeikommen) Angst um die
Waschräume haben ist verständlich. Aber auch dort sind nur die Fußbodenfliesen
nass, die bei dem Wetter in ein paar Minuten wieder trocknen. Und während
der gesamten Aktion hat kein Betreuer irgendwie eingegriffen.
Nachmittags war baden möglich. Wer nicht mitgehen wollte, konnte sich weiter
selbst beschäftigen.
Abends fand unser einziger Ausflug statt. Was andere Gruppen als
Tageswanderung durchführen, findet bei uns in der Nacht statt. Anstatt Abendessen
haben wir Verpflegungsbeutel mit auf die Wanderung nach Oberoderwitz (8 km)
genommen. Picknick gab's im Wald etwa nach der halben Strecke. Kurz vor 21 Uhr
kamen wir bei der Sommerrodelbahn an, die in den Sommermonaten freitags immer
ein Nachtrodeln veranstaltet. Drei Mal durfte jeder Rodeln bis uns um 22 Uhr ein
Bus abholte und ins Bett brachte. Nicht alle, denn einige ältere Kinder mit
Betreuern durften den Weg durch die Nacht zurück laufen...
Bei diesem Ausflug war die Videokamera nicht mit, aber vielleicht kommen noch
ein paar Bilder von den mitgeführten Fotoapparaten.
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