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Kinderträume werden wahr
Das folgende Programm wurde 10 Jahre später aus alten Aufzeichnungen
abgeschrieben.
| Fr 01.07. |
Annett, Katja und Lutz sind mit 2 Wartburgs schon einen Tag eher
angereist. |
| Sa 02.07.
heiß
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v: Annett baut einen Briefkasten, Zimmerverteilung vorbereiten.
11:24 Bus Ankunft (44 Kinder), Mittagessen Bockwurst, Kaltschale,
Aprikose
Zimmerverteilung am Grillplatz anders als geplant, Spiele draußen mit
Spielmobil, Volleyball, hüpfen, kegeln, Briefe schreiben in den Zimmern
a: Kennenlernspiele, Fli Fly, Wollknäuel (jeder sagt Name, Hobby,
Erwartungen), teilw. Fußball WM Fernsehen, farbig duschen (Interesse
recht groß), ziemlich pünktlich im Bett, Gute Nacht individuell,
während Betreuertalk noch laut - normal |
| So 03.07.
heiß
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8:00 Frühstück, Taschengeld, Dörfli, Bahnhof, vor Schloß, draußen
spielen
11:45 Mittag, Mittagsruhe
ca. 15 Uhr Wasserrutsche, Wasserluftballons, farbige Füße und Hände
auf Tapete
a: Völkerballturnier mit 4 Mannschaften, farbig duschen (wenig
Beteiligung), Kuscheltiershow, vorlesen, Entspannung (Phantasiefahrt),
Gute Nacht sagen |
| Mo 04.07.
heiß
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v: Stadtspiel Frauenstein
15:00 Kakao und Kuchen wegen Geburtstag, Fallschirmspiele, Malstraße,
Wald suchen
a: Party Disco Anfang mit CD's, Tilo und Zivi machten weiter mit Kass.,
im Prinzip ganz gut, Tee (arktisblau) in Gläsern mit Zuckerrand und 1
Zitronenscheibe, Erdnussflips
abends Regen |
| Di 05.07.
warm, manchmal Wolken
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v: Dörfli individuell, draußen spielen
n: Schatzsuche: mehrere Teile der Schatzkarte suchen, Schatz = rote
T-Shirts
Phantasiereise vorgelesen in 1 Zimmer, draußen spielen
a: Untersetzer Tüll, Basteln aus Papier, Tischtennisturnier
große Kissenschlacht (energisch eingegriffen ...) |
| Mi 06.07.
trüb, warm
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Putzteufel, Zimmer aufräumen dauerte ziemlich lange, Tanzkurs,
Volleyball
n: Ulksportfest 18 Stationen (Sackhüpfen, Eierlaufen,
Geschicklichkeitslauf, Hindernislauf, Gummistiefellauf,
Gummistiefelwurf, Erbsenweitspucken, Teebeutelweitwurf,
Scheuerlappenweitwurf naß, Kartoffelkegeln, Eimerball, Purzelbaum,
Luftballon im Eimer, Stelzenlauf, Sommerski, Dreibeinlauf, Krebsgang,
Ballzielwurf)
a: Spielmobil, Untersetzer, Puzzle
21:00 - 23:00 Abendspaziergang |
| Do 07.07.
Regen
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v: Burgbesuch wegen Regen im Museum geendet, vor dem Mittagessen
geduscht
14:00 zur Sauna gefahren (12 Kinder, Nadine und Lutz), alternativ
Kreisspiele im Haus, geschlafen, 19 Uhr ein Kind wegen Heimweh abgeholt
a: Gipsmasken (Massenproduktion), Sensibilisierungsspaziergang, Bilder
malen, Postspiel |
| Fr 08.07.
bewölkt, kein Regen
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v: Dörfli
n: 13:00 ab zum Reiten und Indianer Tipi, 2 Gruppen wechselten sich ab,
Rückweg durch den Wald, Ank. ca. 17:15
a: Video "Mein Partner mit der kalten Schnauze" |
| Sa 09.07.
bewölkt
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v: Holz sammeln, schminken (sollten Indianer werden), ein Junge wegen
Heiserkeit abgeholt (singt im Chor und darf sich nicht die Stimme
verbiegen), Bettwäschekommitee
14:30 - 16:10 in 20 min Schritten Start zum Stationsspiel, Rückkehr
16:20 - 18:00
a: draußen spielen, 19:45 - 21:45 Lagerfeuer mit Besuch vom
Motorradclub, 4 Kinder farbig geduscht |
| So 10.07.
Sonne bewölkt
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v: Ausschlafen individuell, Frühstück bis 12 Uhr, Puzzle
13 Uhr Gang zur Burg -Urine, Mittagessen (Verpflegungsbeutel) im Park,
Burgbesichtigung
Danach trafen wir auf die Eltern Herrn B. und Frau G., die vormittags
per öffentl. Münzfernsprecher erfahren hatten, dass ihr Kind
Küchendienst machen muss. Obwohl das in jeder deutschen Jugendherberge
üblich ist, war das der Anlass die Tochter mit zu nehmen und die
Hygiene Inspektion sowie das Jugendamt zu alarmieren.
freiwilliges Aufräumen der Zimmer
a: Party mit Melonenbowle, Zeitungstanz, Luftballons, u.s.w.
planmäßig wurden 2 Kinder abgeholt wegen Urlaubsreise |
| Mo 11.07. |
v: Stempeljagd
15:00 heiraten (Jörg & Stephanie, Nick & Manuela, Michael &
Beate), Hochzeitsauto ist das Doppel-Pedalo, danach Modenschau (geringe
Beteiligung), dargestellt wurden u.a. die Modelle: "Sony
Fernseher" und "Deponie Schachtstraße"
a: Spiele draußen, Kreisspiele, Besuch vom Motorradclub, Hochzeitsfeier
von den Ehepaaren organisiert, (Uneinigkeit weil keine Betreuer dabei
waren) |
| Di 12.07. |
v: Dörfli individuell, Spielmobil, Bewerbungsgespräche, Besuch vom
Jugendamt (Kontrolle der hygienischen Zustände)
n: Besuch Hygiene Brand-Erbisdorf mit Trabi (keine Wäsche im Zimmer
trocknen, dafür Trockenraum oder Leine draußen nutzen, Unordnung im
Zimmer ist kein Hygieneproblem solange nichts nass ist und schimmelt,
Jugendherberge bringt mehr Haken im Waschraum an für Handtücher.)
n: das allervorletzte Neptunfest (kein Kommentar!)
a: eigener Videofilm, Spiele draußen |
| Mi 13.07. |
v: Dörfli individuell, Personalschulung
n: Schnipseljagd, Lutz wurde von seinen Eltern besucht
a: Casinoabend bis ca. 24 Uhr |
| Do 14.07. |
v: Frühstück pünktlich, Tabaluga auf der Wiese (Fallschirm)
angehört, Tabaluga Bücher, Magisches Auge, ein Kind abgeholt
n: Sauna Burkersdorf, alternativ Spiel "Die Irren sind los"
18:30 Julia abgeholt
a: Video |
| Fr 15.07. |
v: Dörfli, nach Frühstück 4 Kinder abgeholt
n: Koffer packen
a: Abschlumpfparty |
| Sa 16.07. |
8:00 Frühstück
10:00 Bus Abfahrt mit einigen Tränen (33 Kinder)
11:40 Auto ab JH, 12:30 Schachtstraße, ca. 14 Uhr Lutz zu Hause |
[ Teilnehmerliste ] [ Video
28.8 Modem ] [ Video 250 DSL
]
Mit dem Kinder-Freizeit-Verein e.V. 15 Tage in Frauenstein
Wandern und baden sind nicht unsere wichtigsten Aktivitäten - schwitzen und
naß werden können wir auch anders!
Mit diesem Satz machte der Kinder-Freizeit-Verein Werbung für die inzwischen
dritte Kinderfreizeit in der Jugendherberge Frauenstein. Aus dem Versprechen
wurde Wahrheit. Wandern hieß Stationsspiel, Abendspaziergang, Schnipseljagd
oder der Weg zum Reiten. Auch ein Freibad haben wir nicht gebraucht, naß werden
konnten die Teilnehmer bei der Wasserrutsche, beim Neptunfest, mit dem Schlauch,
im Abkühlbecken der Sauna oder bei einem Regenschauer. Das Betreuerteam,
bestehend aus erfahrenen Betreuern und 16 - 18jährigen Neulingen, organisierte
täglich mehrere Programmpunkte wie Stadtspiel, New Games, Aufräumen,
Schatzsuche, Ulksportfest, Tischdienstverlosung, Gipsmasken, Ausschlafen,
Partys, Heiraten, Casinoabend, ...
Vertrauen, Geborgenheit und eine entspannte Atmosphäre konnten u.a. dadurch
erreicht werden, daß sich die jungen Betreuer viel lieber unter die Kinder
mischten, als "pädagogisch" auf sie einzuwirken. Die meisten Kinder
waren das erste Mal im Ferienlager und fühlten sich sehr wohl, obwohl sie
lernen mußten, daß "Ordnung halten" ohne Mutti ziemlich schwierig
ist. Wenn überhaupt etwas störte, waren es ziemlich viele Elternbesuche.
Zeitungsartikel aus dem "Freitaler Tageblatt" vom
4.8.1994
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